Jahresbilanz der ?sterreichischen Textilindustrie

Textiler behaupten sich trotz Konjunkturschw?che

Mit starker Fokussierung auf h?chste Produktqualit?t, Spezialisierung und Innovationskraft konnte die ?sterreichische Textilindustrie auch im Gesch?ftsjahr 2008 trotz schlechtem Marktwetter mit einem Jahresumsatz von 2,6 Mrd. Euro ein gutes Niveau halten. Die Investitionen in Forschung & Entwicklung und neue Technologien wurden im Vergleich zu 2007 von 44 auf 46 Mio. Euro gesteigert.

?Trotz schwieriger Marktlage konnte sich die ?sterreichische Textilindustrie im vergangenen Gesch?ftsjahr gut behaupten. Das liegt vor allem an der innovativen und kreativen St?rke der Unternehmen, wie auch der weltweit bekannten Top-Qualit?t und Einzigartigkeit der Produkte?, beschreibt Ing. Reinhard Backhausen, Pr?sident des Fachverbandes der Textilindustrie die aktuelle Lage der heimischen Textilunternehmen.

Mit leichten R?ckg?ngen im einstelligen Bereich trotzten diese 2008 der schwachen Konjunktur. Im Vergleich zum guten Textiljahr 2007 verringerte sich der Jahresumsatz um 5,8 Prozent von 2,7 auf 2,6 Mrd. Euro in 2008. ?hnlich sieht es bei der Anzahl der Besch?ftigten aus, die von 14.570 in 2007 auf 13.346 Personen zur?ckfielen. Die Anzahl der Lehrlinge ist mit 232 angehenden Facharbeitern gleich geblieben. Die Gesamtzahl an Textilsch?lern betrug 810.

Deutschland gr??ter Abnehmer

Die insgesamt 140 Unternehmen genie?en international einen ausgezeichneten Ruf, was die hohe Exportquote von 88 Prozent beweist. ?Die Textilindustrie bewegt sich schon seit Jahren in einem harten globalen Wettbewerb und hat fr?hzeitig damit begonnen, Strategien zu entwickeln, sich im internationalen Umfeld gegen Billigproduktionen und Niedriglohnl?nder abzuheben?, so Backhausen. Deshalb ist auch bei den Exporten f?r das vergangene Gesch?ftsjahr nur ein einstelliger Abw?rtstrend zu beobachten: diese verzeichneten einen R?ckgang von 4,5 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Im Textilau?enhandel ging mit 77 Prozent der L?wenanteil der Exporte in die EU-L?nder, wobei Deutschland als Exportland Nummer Eins davon 28 Prozent aus ?sterreich importierte. Bei den EU-26 gingen die Exporte insgesamt um 5,8 Prozent zur?ck.

Exporte nach Mittelamerika und Naher Osten im Aufw?rtstrend

Die Exporte in den Nahen und Mittleren Osten dagegen zeigten mit einem Plus von 17,3 Prozent einen deutlichen Anstieg. Auch Mittelamerika importierte mit einem Exportwachstum von 14,3 Prozent mehr Ware aus ?sterreich als je zuvor. Auch die  Nachfrage in den europ?ischen L?ndern, die der EU und EFTA nicht zugeh?rig sind, verzeichnete mit einem 5,2-prozentigen Plus einen deutlichen Anstieg: So konnten z.B. die Exporte nach Montenegro um 232,5 Prozent, nach Bosnien um 67,8 Prozent und nach Weissrussland um 54,2 Prozent erh?ht werden. Backhausen: ?Nat?rlich gehen diese teilweise exorbitanten Steigerungsraten von einem relativ geringen Niveau aus ? trotzdem best?tigen sie unsere Initiativen, uns nicht auf den Lorbeeren unserer Traditionsexportm?rkte auszuruhen, sondern laufend neue M?rkte zu erschlie?en?.

Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Importe auf 2.951 Mio. Euro (Vorjahr 2.966 Mio. Euro). Das bedeutet einen geringen R?ckgang von 0,5 Prozent. 73 Prozent hatten einen europ?ischen Ursprung. Die Billigimporte aus Asien sind um 6,8 Prozent gestiegen und haben einen Anteil von 24 Prozent.

Technische Textilien weiter auf dem Vormarsch

Besonders innovationsstark zeigten sich im vergangenen Jahr die technischen Textilien, die mit 49 Prozent mittlerweile fast die H?lfte des Umsatzes der Textilbranche generieren. Die R?ckg?nge bei den technischen Textilien in 2008 waren ca. um die H?lfte geringer (Umsatz: - 4 %, Exporte: -3,4 %) als bei den Bekleidungs- und Heimtextilien. ?Mit einem extrem hohen Spezialisierungsgrad haben sich technische Textilien aus ?sterreich mit zahlreichen Weltneuheiten und Patenten zu einem Exportschlager entwickelt?, so Backhausen.

?Innovation als Antrieb? lautet auch der Slogan des Textilunternehmens Lohmann & Rauscher, das 2,5 Mio. Euro in den Aufbau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums f?r medizinische Materialien und textile Medizinprodukte aufbaute. ?Auch im Gesundheitsmarkt waren im letzen Jahr im Consumer-nahen Bereich Umsatzr?ckgange sp?rbar, die den Kostendruck weiterhin steigen lassen. Durch die Entwicklung einer Hochleistungs-Produktionstechnologie konnten wir uns international die Kostenf?hrerschaft sichern und so unseren Wachstumskurs fortsetzen?, erkl?rt DI Wolfgang S??le, Gesch?ftsf?hrer Produktion, Technik, Technologie bei Lohmann & Rauscher GmbH.

Investitionen von 46 Mio. Euro gegen Konjunkturschw?che

?2008 war das Jahr der Investitionen in Forschung und Entwicklung?, blickt Backhausen zur?ck. Bereits im ersten Halbjahr war eine signifikante Steigerung der Investitionen erkennbar. Im gesamten Textiljahr investierten die ?sterreichischen Unternehmen 46 Mio. Euro in die Zukunft. ?Erfolgsbeispiele heimischer Textilunternehmen aus allen Sparten belegen den nachhaltigen Effekt ?berdurchschnittlicher Investitionen?, wei? Backhausen.

?Mit der neuen Produktionstechnik Airflow hat Vossen beispielsweise f?r 40% geringere Energiekosten beim Waschen und Trocknen gesorgt ? bei einer durchschnittlichen Lebensdauer sind das fast genau die Anschaffungskosten des Handtuchs. Der Welser Innovator Teufelberger sorgt mit hochwertigen Spezialseilen weltweit f?r Sicherheit bei technischen Anwendungen, Personenabsturzsicherung oder beim Bergsteigen?, so Backhausen ?ber die Vielseitigkeit der Branche.

Auch 2009 werden die Investitionen in Forschung & Entwicklung  weiter forciert. ?Als Fachverband  unterst?tzen wir diese Entwicklung mit dem Aufbau des Netzwerkes ?Smart Textiles? zwischen Forschungseinrichtungen und den Unternehmen. Diese Plattform soll die Innovationskraft in ?sterreich weiter verst?rken und dazu anregen branchen?bergreifend neue Produkte zu entwickeln?, so Backhausen.

Produktion der ?sterreichischen Textilindustrie

Diese Grafik zeigt die Bedeutung der Vorarlberger Textilindustrie in ?sterreich. Rund ein Drittel der ?sterreichischen Textilproduktion kommt aus Vorarlberg.

nach Bundesl?ndern in Mio. ? (NACE 17) Stand 2002

Umsatz je Besch?ftigten in der ?sterreichischen Textilindustrie

Entwicklung der Textilbesch?ftigten in ?sterreich

Lehrberufe in der Vorarlberger Textilindustrie

Bifomesse 2013

Die textilen Lehrberufe zu entdecken auf der BIFO-Messe 2013 vom 20. bis 23. November im WIFI in Hohenems.

www.jungtextiler.eu

Der Jungtextilerkongress 2013 fand am 13. Mai im Textilindustriemuseum Augsburg statt.
Der Internationale Jungtextiler Kongress ist eine Veranstaltung die alle zwei Jahre stattfindet. Sie richtet sich an Auszubildenden, junge oder junggebliebene Mitarbeiter aus der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Ausbilder oder andere Begleitpersonen. Der Jungtextiler Kongress ist ein Gemeinschaftsprojekt des Schweizer Textilverbands, der Wirtschaftskammer Vorarlberg, S?dwesttextil und dem bayerischen Verband der Textil- und Bekleidungsindustrie.

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